Die Geschichte des Sees
Senkung und Restauration
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Das Wasser
 


Die Senkung und Restauration

In den vergangenen 200 Jahren haben wir Menschen fast alle Feuchtgebiete in Schweden beeinflusst. Ein Teil wurde entwässert, um Ackerboden zu gewinnen, während ein Teil Wald und Moor entwässert wurde, um die Waldproduktion zu steigern. Fast 90 Prozent aller ehemaligen Feuchtgebiete in Süd- und Mittelschwedens Landwirtschaftslandschaft sind heute verschwunden.
Der Mangel an Nahrung im 19. Jahrhundert war eine wichtige und verständliche Antriebskraft - die schwedische Bevölkerung hungerte!
Aber wir waren so effektiv, dass viele Rast- und Nistplätze der Vögel zerstört wurden. Viele Feuchtgebietsvögel, sowie Enten und Watvögel, sind dadurch weniger geworden.

Fünf Senkungens
Auch der Hornborgasee wurde nicht verschont und nach fünf Senkungen bis zu den dreissiger Jahren, war der See im Sommer fast trockengelegt. Damit das Wasser schnell aus dem See ablief wurden Kanäle gegraben und bald darauf konnte man auf dem Sumpfboden um den See anbauen. Grössere Flächen Ackerboden, auf die die Senkungsfirmen hofften, gab es jedoch nicht.
Die Frühjahrsflut war immer noch zu stark, um anbaufähigen Boden zu geben. Der See wuchs statt dessen zu - mit Strandwald, Büschen, Seggen und Schilf - und verwandelte sich langsam zu einem Sumpf.
Einer der wichtigsten Vogelseen Nordeuropas existierte nur noch in der Erinnerung.

Regierungsbeschluss
Nach einem Regierungsbeschluss begann in den späten achtzigern eine einzigartige Restaurierung, um einen guten Vogelsee wiederzuerschaffen. Fast 1.200 ha Schilf wurden mit einer speziell gebauten Amphibienmaschine weggefräst, 700 ha Wald- und Buschgebiet wurden abgeholzt und 7 km Kanäle wurden zugeschüttet. Um den Wasserstand mit im Durchschnitt 85 cm erhöhen zu können, wurde ein Damm sowie ein 3 km langer Wall an der Westseite des Sees aufgeschüttet. Die Wasserstandserhöhung begann 1992 und wurde 1995 abgeschlossen. Die Durchschnittstiefe des Sees nach der Erhöhung ist 0,9 m. Die Restaurierung ist jetzt abgeschlossen.
Eine weitere Erhöhung des Wasserstandes wird es nicht geben. Aber ständige Arbeiten sind nötig, um das Gebiet im und am See aufrecht zu erhalten.
Der Hornborgasee ist Teil einer lebendigen Kulturlandschaft und ohne unsere weidenden Kühe, die die Strandwiesen offen halten, wäre schnell viel verloren.

Ständige Arbeiten
Das durch die Restaurierung des Hornborgasees gewonnene Wissen wird jetzt weitergeführt. Auch die speziell konstruierten Maschinen werden anderswo ausgenutzt und viele schwedische Feuchtgebiete sind mit dem Vorbild des Hornborgasees restauriert worden.