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Die Flora

Die Flora am Hornborgasee ist sehr variiert. Das kommt daher, dass die Voraussetzungen für die Pflanzen so verschieden sind, dass viele Arten begünstigt werden:
· Von Heuwiesen bis zum tiefen Wasser
· Vom mageren Moosboden bis zum kalkreichen Boden
· Von unbestelltem bis zu Weiden und Wiesenböden

Westlich des Sees gibt es grosse Moosgebiete mit magerer Flora. Deutlich reichhaltiger ist es auf der östlichen Seite. Hier wird die Landschaft im Frühling von den blühenden Kirschenbäumen weiss gefärbt.

Die Strandwiesen
Weidende Kühe halten die Vegetation niedrig und verhindern, dass der Strand mit Büschen und Bäumen zuwächst. Da wo der Boden kalkreich ist, hauptsächlich im Norden und Nordwesten, gibt es viele Orchideen (Knabenkraut und Sumpfstendelwurz), aber sonst ist die Flora auf den Strandwiesen normal. Auf den Strandwiesen - sowie auf dem ganzen Seegebiet - ist grösstenteils der Zutritt vom 20.3. - 15.7. verboten.

Die Ufer
Im flachen Wasser kann man Wasserknöterich, Nickenden Zweizahn, Wasserfeder, Breitblättrigen Rohrkolben, Flussampfer, Wasserschierling und Grossen Wasserfenchel sehen. Die Sumpfschwertlilie färbt einen Teil der Strände im Vorsommer gelb. Viele dieser Arten produzieren sehr viele Samen, die dann gute Nahrung für die Enten bieten.

Das Seegebiet
Hier sind die meisten Pflanzen unter Wasser. Ausser, dass diese gute Nahrung für viele Vögel bieten, leben dort auch sehr viele Insekten, die auch wiederum Nahrung für die Vögel sind.
Die Armleuchteralgen (Chara) sind wichtig, da sie dem Wasser lebenswichtigen Sauerstoff geben. Der Hornborgasee ist der See in Schweden, der die meisten Arten der Armleuchteralgen beherbergt - neun verschiedene Arten. Das Quirlige Tausendblatt und verschiedene Arten von Vogelmiere sind gewöhnlich und zusammen mit den Armleuchteralgen bilden sie ganze "Wiesen" unter der Wasseroberfläche.
Überhalb der Wasseroberfläche gibt es hauptsächlich Schilf und einen Teil Gewöhnliche Teichsimse. Seltener sind Strandsimse, Grausimse und Schneide.


Die Heuwiesen

Weidende Tiere oder Heuernte beeinflussen die Zusammensetzung der Flora. Auf den langgestreckten Erhebungen im Südwesten (Ore backar) und östlich des Sees (Vässtorpsåsarna) ist es ausserdem noch trocken. Die Küchenschellen (siehe Bild) auf den Vässtorpsåsarna färben einige Hänge im Frühjahr blau.
Andere Pflanzen die gut gedeihen sind Stengellose Kratzdistel, Mittlerer Wegerich, Löwenzahn und Pechnelke.



Bolums lider

Die Kulturlandschaft östlich vom See, Bolums lider, ist vom Menschen tausende Jahre bewirtschaftet worden. Das hat die Flora beeinflusst, da sie sich Heuernte und weidenden Tieren angepasst hat. Diese Arten sind sehr selten geworden, da Wiesen urbar gemacht oder gedüngt wurden.
In Bolums lider gibt es einen guten Bestand von Gewöhnlicher Kreuzblume, Niedriger Schwarzwurzel, Stengelloser Kratzdistel, Kleiner Mädesüss und Felsenfingerkraut. Auch Küchenschelle, Kelchsteinkraut, Bergklee, Nickendes Leimkraut und Schmalblättriges Lungenkraut kommen vor.

Die Moore
Auf den Mooren im Westen ist es mager. Hier wachsen Scheidenwollgras, Glockenheide, Moosbeere und Besenheide. Ein wenig Nordschwedengefühl!